
Am 11. April wurde der 26. Welt-Parkinson-Tag begangen. Die Parkinson-Krankheit ist nach Tumor- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen die dritthäufigste Krankheit bei älteren Menschen.
In den letzten Jahren haben eine Reihe von Forschern festgestellt, dass NMN auch bei schwer zu überwindenden neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson von Nutzen ist.
Hohe NMN(NAD+)-Spiegel tragen zum Schutz des Nervensystems bei.
Die Parkinson-Krankheit (PD) ist bekanntlich eine degenerative (oder neurodegenerative) Erkrankung des Nervensystems, die vor allem bei älteren Menschen auftritt.
Viele Menschen denken beim Parkinson-Syndrom jedoch immer noch an das einfache Symptom des Zitterns der Hände. Tatsächlich sind die häufigen Symptome des Parkinson-Syndroms sehr erschreckend und umfassen Zittern, Muskeltonus, langsame Bewegungen und Dyskinesie.
Obwohl die Ätiologie und Pathogenese der Parkinson-Krankheit noch immer nicht ganz geklärt ist, gibt es zahlreiche Hinweise auf die neuroprotektive Wirkung eines hohen NMN(NAD+)-Spiegels.
Am 1. März 2022 veröffentlichte ein Forscherteam des Universitätskrankenhauses Hoekland und anderer norwegischer Einrichtungen in der Zeitschrift Cell Metabolism (IF=27.287) einen Artikel mit dem Titel "The NADPARK study: a randomized phase I trial of nicotinamide riboside supplementation in Parkinson's disease".
Darin wurden die Ergebnisse einer klinischen Studie der Phase I veröffentlicht: Durch die Einnahme von NMN(NAD+)-Vorstufen konnte der NMN(NAD+)-Spiegel im Gehirn von Parkinson-Patienten erhöht werden, was zu einem Neuroschutz führte und die Auswirkungen der Parkinson-Krankheit verbesserte.

Tatsächlich ist NAD+ (Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid) ein wichtiger Cofaktor bei den metabolischen Redoxreaktionen des Körpers (einschließlich der mitochondrialen Atmung) und wird bei der DNA-Reparatur, der Deacylierung von Histonen und anderen Proteinen sowie der RNA-Verarbeitung stark verbraucht, so dass eine ständige Auffüllung durch die NAD+-Biosynthese erforderlich ist.
Von den zahlreichen Vorläufern von NAD+ haben sich NMN und NR in zahlreichen Studien als sicher für die Verabreichung in hohen Dosen und als wirksam für die Erhöhung des NAD+-Spiegels erwiesen. Da NR vor der Synthese von NAD+ in NMN umgewandelt werden muss, wird NMN effizienter synthetisiert als NR.
Mehrere Tierstudien haben gezeigt, dass eine Supplementierung mit NAD+-Vorläufern (NMN und NR) zum Schutz des Nervensystems und zur Vorbeugung und Verbesserung neurodegenerativer Erkrankungen beiträgt.

Dies weckt auch große Erwartungen, ob die Erhöhung des NMN(NAD+)-Spiegels die gleiche schützende Wirkung auf das menschliche Nervensystem haben wird.
Klinische Studie Phase I abgeschlossen: Verbesserung der Parkinson-Krankheit
Sowohl NMN als auch NR werden derzeit in mehreren klinischen Studien untersucht. In dieser im März 2022 veröffentlichten Studie wird NR zum ersten Mal bei Patienten mit Parkinson-Krankheit (PD) eingesetzt. 30 in Frage kommende Morbus-Parkinson-Patienten wurden für die Studie rekrutiert, wobei letztendlich Daten von 27 Personen vorlagen.
Von den 13 Teilnehmern in der NR-Gruppe wiesen 10 einen erhöhten NAD+-Spiegel im Gehirn auf, wobei neun von ihnen eine Veränderung von 10 % gegenüber dem Ausgangswert zeigten.

Erhöhte NAD+-Werte im Gehirn bei Parkinson-Patienten
In einer weiteren Studie analysierte das Team die NAD+-Stoffwechselwerte in Liquor, Muskelgewebe und mononukleären Zellen des peripheren Blutes (PBMC).
In den Liquorproben waren die Konzentrationen des Metaboliten Me-2-PY in der Gruppe mit NR-Zusatz deutlich erhöht. Im Muskelgewebe waren die Werte mehrerer NAD-Metaboliten in der NR-Gruppe signifikant erhöht. In den PBMC-Proben waren hauptsächlich die Werte von NAAD und Me-Nam erhöht.

Insgesamt zeigten die erhöhten NAD+-Spiegel im Gehirn Verbesserungen in der Liquorflüssigkeit, in den mononukleären Zellen des peripheren Blutes und im Muskelgewebe, wobei sie im Muskelgewebe am stärksten ausgeprägt waren. Im Gegensatz dazu gab es in der Placebogruppe keine signifikante Veränderung.
In Anbetracht der Tatsache, dass Entzündungen und mitochondriale Dysfunktion für die Pathologie der Parkinson-Krankheit von großer Bedeutung sind, haben die Forscher außerdem die Veränderungen relevanter Biomarker im Serum und in der Zerebrospinalflüssigkeit von Parkinson-Patienten gemessen und festgestellt, dass die Konzentrationen entzündungsbezogener Marker sowohl in der Zerebrospinalflüssigkeit als auch im Serum reduziert waren und dass die Marker für mitochondriale Dysfunktion in den Serumproben abnahmen.
Die Ergebnisse der klinischen Phase I sind ermutigend, und die Studie befindet sich jetzt in der klinischen Phase II, in der Hoffnung, dass weitere Studien in größeren klinischen Versuchen durchgeführt werden können.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese Studie einen vorläufigen Beweis für die schützende Wirkung eines erhöhten NMN(NAD+)-Spiegels auf das Nervensystem liefert, und dass in Zukunft weitere Studien zu erwarten sind.
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